Gefährliche Tiere Australien
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Gefährliche Tiere Australien

Die zahlreichen gefährlichen Tiere, die in Australien zu finden sind, sind ein wichtiges und interessantes Thema, mit dem sich jede/r Australienreisende vorab beschäftigen sollte. Neben Haien und Krokodilen gibt es in Australien auch über 50 giftige Schlangenarten, Schnabeltiere und Quallen sowie giftige Spinnen, Fische und Insekten. Von einer Schlange kann man grundsätzlich zu jeder Jahreszeit gebissen werden, die Gefahr steigt jedoch in den wärmeren Monaten deutlich an. Der Biss eines giftigen Tieres kann für den Menschen– je nach Dosis – zu Organ- und Gewebeschädigungen bis zum Tod führen.

Vor allem Menschen, die zum ersten Mal nach Australien reisen, fürchten sich vor Schlangenbissen, allerdings ist diese Angst meist unbegründet. Denn im Vergleich zu anderen Risiken einer Australienreise wird das Risiko eines Schlangenbisses extrem überbewertet. Meist verschwinden die Schlangen bereits, bevor man sie überhaupt sehen kann, die großen Würgeschlangen sind übrigens ungiftig.

Auch gibt es mittlerweile für fast alle giftigen Schlangenarten ein Gegengift, weshalb nur ein bis zwei Todesfälle durch Schlangenbisse pro Jahr registriert werden. Wenn ein paar einfache Ratschläge befolgt werden, kann man die Gefahr von einer Giftschlange gebissen zu werden, signifikant verringert werden: Bei Wanderungen sollte man unbedingt geschlossene feste Schuhe und lange Hosen tragen und sich wenn möglich vorab über lokale Giftschlangen informieren. Weiters sollte man fest auftreten, da Schlangen auf die Vibrationen reagieren, und die Flucht ergreifen. Sollte man dennoch auf eine Schlange treffen, sollten alle schnellen Bewegungen vermieden werden.

Auch sollte die Schlange auf keinen Fall mit Stöcken oder ähnlichem angegriffen werden, da ihre Reflexe schneller sind als die des Menschen. Vorsicht ist vor allem geboten, wenn man sich in dunklem oder schlecht überschaubarem Gelände bewegt. Nicht zu unterschätzen sind auch Seeschlangen, die zwar nur sehr selten zubeißen, aber äußerst giftig sind.

Hier noch einige Tipps zur Ersten Hilfe, falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Schlangenbiss kommen sollte: Aufschneiden, Ausbrennen, Ausbrennen oder Reinigen der Wunde ist verboten, wichtig ist zunächst einfach die Ruhe zu bewahren und das Opfer ruhig zu stellen. Meistens werden Menschen in Arme oder Beine gebissen, in diesem Fall die betroffenen Gliedmaßen fest einbandagieren, aber nicht abbinden, und ruhig stellen. Weiters ist es von Vorteil zu wissen, von welchem giftigen Tier der Biss ist. Im Krankenhaus sind daher genaue Beschreibungen oder Fotos sehr hilfreich. Haie kommen relativ selten im Norden Australiens vor.

Nur ein Mensch stirbt laut Statistik pro Jahr bei einem Haiangriff, daher ist die Angst vieler Urlauber vor Haien eher unbegründet. Die angreifenden Haie sind meist Große Weißhaie. Sehr nützlich ist es hier, sich mit Einheimischen zu unterhalten und nicht an Stellen ins Wasser zu gehen, an denen früher bereits Haiangriffe stattgefunden haben. Nicht zu unterschätzen sind Quallen, die Statistiken zufolge in Australien jährlich 20 Menschen das Leben kosten. Sehr gefährlich ist etwa die so genannte Würfelqualle, eine Berührung mit dieser Quallenart löst bei Menschen starke Schmerzen und Krämpfe aus. Die Opfer müssen so schnell wie möglich an Land gebracht und behandelt werden. Teilweise sind die Badestrände durch Quallennetze gesichert.

Krokodile kommen hauptsächlich in Flussdeltas und Seen in Norden Australiens vor. Immer wieder greifen diese großen Echsen auch Menschen an, wobei man mit einiger Vorsicht die meisten Angriffe vermeiden kann. Etwa versteht es sich von selbst, dass man nicht durch Krokodil-Habitate schwimmt oder in Flussmündungen Kanu fährt. Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf Warnhinweise zu achten und vorsichtig bei Kanu- und Flussfahrten zu sein. Zelten am Wasser ist verboten, weiters sollte man sich in Wassernähe immer vier Meter im Umkreis umsehen und keine Essensreste liegen lassen.

Das Schnabeltier, eines der wenigen eierlegenden Säugetiere, wirkt auf den ersten Blick harmlos, die Männchen besitzen jedoch einen giftigen Stachel. Dieser Stachel wird meist im Kampf gegen andere Männchen eingesetzt, ein Stich ist für den Menschen extrem schmerzhaft und bewirkt eine oft Tage oder Monate anhaltende Übelkeit. Ein Gegengift gibt es bis jetzt nicht. Das am meisten gefürchtetste giftige Tier Australiens ist die Trichternetzspinne, die oft in Vorgärten und Garagen in der Region um Sydney zu finden ist. Das Gift dieser kleinen Spinne greift das menschliche Nervensystem an und kann bis zum Tod führen. Ihren Namen verdankt die Trichterspinne den trichterförmigen Netzen, die sie in Spalten, Löchern oder in Bodennähe baut. Sie bevorzugt kühle, dunkle und feuchte Umgebungen und ist sehr schwer aus Häusern zu beseitigen. Oftmals legt eine einzige Trichterspinne über hundert Eier, die man nur sehr schwer vollständig entfernen kann. Während der Regenmonate ist das Übertragungsrisiko von Dengue-Fieber in Queensland und auf den Inseln entlang der Torres-Strait erhöht. Dieses Fieber wird von Mücken übertragen, gegen die man sich unbedingt mit Sprays und Moskitonetzen schützen sollte.